Die Vorteile der Slow-Roasting Methode

Für POCCINO-Kunden zählt die Qualität. Viel und günstig können die Großröster besser. Das wunderbare Röstaroma eines langsam gerösteten Espresso, das genießt z. B. ein POCCINO-Kunde beim Öffnen einer POCCINO Espresso Tüte.

Das Rösten ist einer der wichtigsten Stationen bei der Herstellung eines guten Espresso-Röstkaffees. Hier kann man viel falsch machen. Aber einer der bekanntesten und weltbesten Röstmeister Italiens, wie Carlo Vergnano, acht das Meiste richtig und damit besser, als irgendeine „Show-Rösterei“ um die Ecke. „Show“ heißt nicht gute Qualität. Dazu bedarf es wesentlich mehr. Es bedarf eines geschulten und erfahrenen Röstmeisters. Von diesen gibt es selbst in Italien nur wenige, mit den Worten von Emilio Lavazza wörtlich: „nur eine Hand voll“.

Ein wesentliches Qualitätsmerkmal für den POCCINO Espresso wird bereits vor der Röstung erfüllt. Den Rohkaffeebohnen werden die stark säurehaltigen Kaffeehäutchen entfernt. Dieses aufwendige, aber geschmackentscheidende Verfahren bietet kein anderer Röster. Erst nach dieser Prozedur wird Sorte für Sorte, 18 – 21 Minuten (je nach Sorte) auf niedriger Temperatur über offener Flamme geröstet.

Die Großröster dagegen „turborösten“ im sogenannten Induktionsverfahren in 1,5 – 3 Minuten, tonnenweise die komplette Mischung. Nach der Ultrahocherhitzung, lässt man den heißen Röstkaffee nicht ruhen, sondern kühlt ihn sofort auch noch mit kalter Luft herunter. So bleibt das schwere Wasser im Kaffee. Der Röstkaffee verliert somit kaum Gewicht. Allein deshalb, ist Turboröstkaffee viel günstiger.

Die schonende Langzeitröstung in der Rösttrommel dagegen, kostet den Röster sehr viel mehr Zeit und Geld. Beides ist aber gerade bei Premiumkaffees gut investiert und sichert folgende Vorteile:

  • Ein geschulter und erfahrener Röstmeister hat durch entsprechende Regelung der Hitzezufuhr, insbesondere nach dem berühmten „First Crack“, nach ca. 12 – 14 Minuten (wenn die ersten Bohnen platzen) die Aromaentwicklung selbst in der Hand. Die Steuerung der Hitzezufuhr in den verbleibenden Minuten Röstzeit entscheidet über die Qualität.
  • Das in den grünen Kaffeebohnen enthaltene Wasser kann langsam heraustreten und verursacht keine Explosionen in der Bohne wie beim Turborösten mit dem Popkorneffekt.
  • Wichtige Geschmack- und Duftstoffe, wie Öle und Aromen, werden wesentlich besser erhalten. Von den 800 – 1000 Aromen werden bei der Langzeitröstung die meisten erhalten, während sich bei der Turboröstung, fast alle feinen Aromen nicht entwickeln können.
  • Der Zucker der Kaffeebohne karamellisiert mit den Aminosäuren langsam ohne zu verbrennen. Damit wird ein bitterer Geschmack verhindert.

Die Bohnen sind bis in den Kern hinein gleichmäßig und auf den Punkt durchgeröstet. Es werden Röstfehler und Verbrennungen an der Bohne verhindert, was bei der Espressobohne besonders wichtig ist. Oft werden sie durch Verbrennung dunkler, was einen Geschmacksverlust bedeutet.